Stil & Style

Weibliche Kurven und das passende Styling

Fast alle Frauen lieben Mode. Als Ausdruck des eigenen Stils, zur Betonung von Wesen und Charakter. Nach Lust und Laune oder anlassbedingt wird variiert, kombiniert, experimentiert und gespielt … Doch nicht jede Frau liebt ihre Figur. Da gibt es manches Körperdetail, das Kopfzerbrechen bereitet oder ein ungeliebt- geduldetes Dasein fristet. Jedoch bietet die heutige Modevielfalt zahlreiche Styling-Möglichkeiten, um zum Beispiel ungeliebte Hüften, Schenkel oder Oberweiten schnell zu vergessen. Hier auf dieser Seite finden Sie dazu ein paar Anregungen. Analysieren Sie so klar wie möglich Ihren Figurtyp und erfahren Sie, wie Sie Schwächen kaschieren und Vorteilhaftes betonen und verstärken können.

A-Style V-Style H-Style X-Style O-Style

 

 

A-STYLE

Der Oberkörper ist deutlich schmaler als die eher kräftige Hüft- und Oberschenkelpartie. Deshalb müssen Oberteile meist sogar eine Nummer kleiner als die Unterteile gewählt werden. Der Busen ist oftmals eher klein, der Po üppig. Eine Rubensfigur sozusagen ­ und früher Inbegriff des Weiblichen. Besonders vorteilhaft ist bei dieser Figur alles, was den feminin schmalen Oberkörper und die Halspartie hervorhebt und betont sowie all das, was den Unterkörper optisch streckt oder kaschiert.

Vorteilhaft

  • Helle, farbenfroh auffällige und/oder leicht glänzend schimmernde Oberteile ­ gemustert, mit breitem Kragen (z.B. Pullover mit großen weiten Rollkragen) oder betont auffälligem Ausschnitt (rund, eckig, U-Boot)
  • Ein toller BH (Push-Up), um den Busen/Oberkörper zu betonen
  • Auf Figur geschnittene Oberteile und mit betonter Schulterpartie
  • Oberteile mit Querstreifen
  • Kurze Jacken
  • 3/4 Ärmel
  • Nicht zu eng geschnittene Hosen, bestenfalls einfarbig (dunklere bzw. dezente Farben), gerade und locker fallend, ohne Muster, Stretchanteil oder Stickereien (Jeans)
  • Röcke, die unterhalb des Knies enden und eine leichte A-Form haben
  • Kleider mit Tellerrock (Fifties-Style), am Oberkörper figurnah geschnitten, auch schulterfrei oder rückenfrei mit Neckholder
  • Für Strand und Urlaub Badeanzüge, die unten dezent und dunkler gehalten sind und im Brust-/Schulterbereich auffällige Applikationen, Designs oder Raffungen haben
  • Tücher; Ketten (kurz bis mittellang und glänzend), glamouröse Broschen d.h. alles was Hals und Schulterpartie als Blickfang unterstreicht
  • Hand- und Unterarmtaschen
  • Schuhe in in dunklen Farben, aus mattem Leder uoder Wildleder, ggf. spitz zulaufend (verlängert die Beine)

Unvorteilhaft

  • Oversized Shirts, gerade geschnittene lange Oberteile (Tuniken/Blusen), ebenso bauchfreie Shirts oder Spaghettiträger
  • Farbenfrohe, gemusterte oder glänzende Unterteile
  • Details, die auf Hüft- und Oberschenkelhöhe angebracht sind
  • Stretch- oder Röhrenhosen, halblange und kurze Hosen
  • Breite Gürtel
  • Halblange Jacken
  • Tulpen- und Faltenröcke und -kleider
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V-Style

Dieser eher sportliche Figurtyp hat eine ausgeprägte Schulterpartie, wenig Taille und schmale Hüften, dazu meist einen kleinen flachen Po und lange schlanke Beine. Hinzu kommt gegebenenfalls ein voller Busen und manchmal auch die Tendenz zum Bauch, was die nur wenig ausgeprägte Taille dann leider komplett verschwinden lässt. Oberteile müssen meistens eine Nummer größer als die Unterteile gewählt werden. Oftmals wirkt der Oberkörper im Verhältnis zu den Beinen etwas gedrungen und kurz. Bei diesem Typ sollten deshalb Aufmerksamkeit und Blick von Oberkörper und Schultern weg nach unten gelenkt werden. Ein langes geschlitztes Kleid, ausgefallene Hosen, breite Hosenaufschläge, fetzige und auffällige Schuhe wirken da schnell Wunder. Dennoch sollte der Unterkörper nicht mit zu eng oder schmal geschnittenen Kleidungsstücken in Szene gesetzt werden, denn dadurch würde der Oberkörper nur noch voluminöser wirken. Das heisst also: den Oberkörper optisch verlängern, die Beine als Blickfang einsetzen!

Vorteilhaft

  • Einfarbige Shirts mit tiefem V-Ausschnitt, klassisch-schlicht geschnitten, doch wenn möglich mit auffälligen Details an den (langen!) Ärmelenden, z.B. Fledermausärmel, Ärmel mit Rüschen oder Applikationen; Trägt man lieber Blusen, dann empfiehlt es sich, die obersten Knöpfe offen zu lassen
  • Lange, immer leicht ausgestellte Röcke, auch geschlitzte Röcke oder Kleider, am besten in hellen Farben und Mustern und auch diese bestenfalls mit interessanten Details in Saumnähe
  • Hosen mit tiefem Bund, auch Cargo-Hosen mit Taschen auf Gesäss und an den Seiten
  • Ideal sind Jeans (Bootcut!), Siebenachtelhosen und auch Caprihosen (in helle Farben und auch in Weiss)
  • Taillierte Blazer und Blusen, immer hüftlang
  • Jacken – wenn möglich – offen tragen
  • Breite Gürtel oder Schärpen unterhalb der Taille auf Hüfthöhe
  • Lange Halsketten, lange schmale Schals
  • Lange Ärmel (s. o.)
  • Große Umhängetaschen, die auf Hüfthöhe enden
  • Auffällige Schuhe, halbhohe Boots oder Stiefeletten, im Sommer Sandalen oder Pumps, die die Fesseln betonen (Riemchen) – elegant und weder zu zierlich noch zu klobig
  • Für Strand und Urlaub sind Bikinis mit schlichtem Oberteil und dazu niedrige Shorts, z.B. mit appliziertem Gürtel auf Hüfthöhe vorteilhaft. Einteiler sind ebenso möglich, hier gilt ebenfalls: oben so schlicht als möglich, unten darf es dafür um einiges auffälliger sein.

Unvorteilhaft

  • Querstreifen
  • Schulterpolster
  • Weite, lockere oder glänzende Oberteile, Rüschen und Raffungen, Volants
  • Ärmellose Shirts
  • Ärmel, die auf Brusthöhe enden
  • Oberteile mit Rollkragen oder eng am Hals anliegenden Ausschnitt, U-Boot-Ausschnitt
  • Doppelreihig geknöpfte Jacken und Blusen, Hemden oder Mäntel
  • Auffällige oder ausladende Kragen oder Revers
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H-Style

Geradlinig: Schultern und Hüfte haben ungefähr den gleichen Umfang, die Taille ist nur leicht oder gar nicht betont. Hinzu kommt die Anlage zum Bauchansatz unterhalb des Nabels. Insgesamt wirkt die Figur eher androgyn, denn es fehlt an den typisch weiblichen Kurven. Arme und Beine sind meist lang. Der Po ist entweder recht flach oder in Apfel-Form. Ober- und Unterteile kann dieser Typ in derselben Größe wählen. Es benötigt nicht viel, um die im Grunde doch recht ausgewogenen Proportionen mit dem richtigen Outfit gekonnt in Szene zu setzen: Schaffen Sie Kurven! Vorteilhaft sind zum Beispiel klassisch-schlichte Kleidungsstücke aus lässig-elegant fließenden Stoffen, welche die Figur in der Vertikalen kurvig sanft betonen. Leichte Taillierung kann bei allen Oberteilen immer gewählt werden, wenn im Schnitt gleichzeitig die Schulter- und Hüftpartie hervorgehoben ist. Auf jeden Fall heisst es Finger weg von formlosen oder streng taillierten, kurzen und quadratisch-kastig wirkenden Oberteilen, von gerade geschnittenen Kleidern und Dreiviertel-Ärmeln und von allem, was am Körper zu direkt und eng anliegt.

Vorteilhaft

  • Klare elegante Linien ohne verspielt-verschnörkelte Details
  • Rundhals-Ausschnitte, denn diese wirken elegant und weiblich
  • Leicht taillierte Hemden, Blusen, am besten dreiviertel lang
  • Tuniken und Shirts aus elegant-fließenden Stoffen
  • Schmale Röcke und Kleider, unten leicht ausschwingend oder mit asymmetrischem Schnitt (Zipfel-Look), kurz oder lang
  • Wickelkleider
  • Bei langen Beinen 3/4 oder 7/8 Hosen
  • Hosen/Jeans im Bootcut
  • Dreiviertellange Jacken oder Mäntel, mit einem dezenten Gürtel in figurbetonte Form gebracht
  • Kräftige Farben, Farbwechsel in der Körpermitte, Muster – aber auch:
  • Elegante Ton-in-Ton-Kombinationen und Muster, welche die Vertikale betonen, aufgepeppt mit langer auffälliger Kette oder Schal
  • Ärmel, die auf Brusthöhe enden
  • Flache Schuhe oder kleine Absätze, elegant oder dezent auffällig bei großem H-Typ
  • Sind Sie eher klein: auch High-Heels oder auffällige Schuhe/Farben zum ansonsten schlicht-eleganten Outfit

Unvorteilhaft

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  • Stark taillierte, eng anliegende oder quadratisch wirkende Kleidungsstücke
  • ­
  • Verspielte Details wie z.B. Rüschen
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  • 3/4 Ärmel, eng anliegende Ärmel, Puffärmel
  • ­
  • Weite formlose Kleidungsstücke
  • ­
  • Lagenlook
  • ­
  • Betont auffällige breite Taillengürtel
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X-Style

Aufregend sinnlich und mit Kurven an den richtigen Stellen, ist dies der Prototyp des Weiblichen. Geformt wie eine Sanduhr sind Busen und Hüfte voll und rund in Kombination mit einer im Gegensatz dazu schmalen und gut sichtbaren Taille. Zum Teil sind auch Oberschenkel, Bauch und Po üppiger, ebenso sind Arme und Beine (Waden, Unterarme, Schultern) mit weiblichen Rundungen ausgestattet. Nun heisst es, all das vorteilhaft in Szene zu setzen = die schmale Taille und das verführerische Dekolleté inszenieren und die vorhandene weibliche Silhouette fein – und so schlank als möglich – auszumodellieren. Das Styling sollte stilistisch schlicht, dezent und seriös sein, da bereits alle Voraussetzungen für eine umwerfende Wirkung bestehen. Weniger ist bei diesem Typ mehr. Je kurviger umso dezenter müssen Details und Formen gewählt werden.

Vorteilhaft

  • Fließende, weiche, mittelschwere und lockere Materialien
  • Insgesamt „kurvige“, dabei dennoch verlängernd wirkende Schnitte
  • V-Ausschnitte, nicht zu tief jedoch immer halsfern
  • Leicht verspielte Ausschnitte, wenn das Outfit ansonsten schlicht gehalten ist
  • 3/4 Ärmel
  • In der Taille gebundene Oberteile, Korsagen, Wickelshirts
  • Figurnah geschnittene Kleider mit Unterbrustnaht, ebenso wie
  • Korsagen-, Etui und Wickelkleider, in der Länge die Knie umspielend oder knapp verdeckend
  • Bleistiftröcke, ggf. auch vorn geschlitzt
  • Kürzere, auf Höhe des Hüftknochen endende, stark taillierte Blazer und Jacken (mit schmalen, langen Revers, auch hinten tailliert), Blusen, Shirts und Tops
  • Oberteile, die auf halber Höhe des Oberschenkels enden
  • Taillenhohe Hosen und Röcke
  • Stoffhosen/Hosen, die vom Oberschenkel gerade nach unten fallen
  • Jeans mit leichtem Bootcut, Jeans in dunklen Farben bzw. mit nur leichter Waschung ohne Verzierungen/Stickeren im Hüftbereich
  • Röcke und Hosen mit seitlichem oder hinten angebrachtem Reissverschluss
  • Kleine filigrane Muster statt grosse geometrische Formen oder – noch besser – Ton-in-Ton Outfits
  • Formende Unterwäsche
  • Kurze bis halblange schlichte Ketten
  • Auffällige Ohrringe
  • Dünne unauffällige Gürtel, die nicht raffen
  • Hohe Absätze um die Beine zu verlängern und die Waden zu modellieren

Unvorteilhaft

  • Oberteile, die auf den vollen Hüften enden
  • Gerade geschnittene Oberteile
  • Schlabber-Look
  • Oberteile, die unter der Brust gerafft sind und lose über die Taille fallen
  • Bundfaltenhosen, tief geschnittene Hosen
  • Oberteile aus dickem Strick oder aus schweren, eher starren Stoffen
  • Gesmokte Oberteile
  • Hohe und kleine Ausschnitte, Rollkragen
  • Zuviel „Deko“ wie Rüschen, Schleifen, Raffungen
  • Kurze Ärmel, Fledermausärmel, weite Ärmel
  • Enge (auch helle) Jeans, Dreiviertelhosen, Cargo- und Karottenhosen
  • Aufgesetzte Taschen im Hüftbereich
  • Falten-, Teller- oder Glockenröcke
  • Auffällige Drapierungen oder grosse Gürtel im Bauch- und Hüftbereich
  • Blousons, klassische Jeansjacken
  • Horizontal verlaufende Muster
  • Auffälliger Schmuck, der das Dekolleté betont
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O-Style

Pralle Lebensfreude pur. Oho! Bei diesem Typ liegt die Hauptbetonung auf der Mitte des Körpers, dem Bauch. Taille und Busen haben meist denselben Umfang. Die Schultern sind schmaler als die Taille, wobei die schmalste Stelle des Oberkörpers jedoch nicht direkt bei der Taille, sondern etwas höher, gleich unterhalb des Busens liegt. Es gibt den O-Typ mit schmalen oder mit breiten Hüften und auch bei den Beinen gibt es Unterschiede: sie sind fest, rund und eher kurz oder aber länger und dadurch schlanker. Für den O-Typ gilt: lenken sie die Aufmerksamkeit auf Gesicht, Dekolleté und Busen – zum Beispiel mit auffälligen Ohrringen und Ketten oder Broschen am Ausschnitt. Wichtig ist ebenso ein guter BH, damit der Busen nicht in Richtung Bauch verschwindet. Push it up! Tragen Sie immer Oberteile, die am Busen und kurz unterhalb auf Figur geschnitten sind. Auch die Beine sollten betont werden, besonders beim O-Typ mit den längeren Beinen, schönen Fesseln und Füßen.

Vorteilhaft

  • Tiefe Ausschnitte, die das Dekolleté betonen gilt für alle Oberteile
  • Kleidungsstücke aus festeren, (dennoch nicht starren), leicht strukturierten Stoffen
  • Dezent-edel dunklere Farben und Muster
  • Farb- und Materialmix, z.B. Ein unifarbenes Shirt unter farbig-gemusterter Weste
  • Röcke in A-Form
  • Lange Ärmel mit auffälligen Details an den Ärmelenden, Kurzarm oder Ärmelloses
  • Oberteile ohne(!) Knöpfe
  • Oberteile, die locker über den Bund von Rock oder Hose fallen
  • Kleider und Oberteile, die an der Brust auf Figur und darunter locker geschnitten sind jedoch nicht faltig weit ausschwingen, wie z.B. Kleider im Empire-Stil oder in Wickeloptik
  • Auf den Hüften endende Blazer und Jacken (einreihig) mit auffällig-großem Ausschnitt und am Busen auf Figur anliegend
  • Hosen, locker und leicht fallend, ohne Taschen oder Verzierungen, lieber etwas eleganter als zu sportlich-leger (Cargohosen); Tipp: seitlicher Reisverschluss!
  • Bei schönen Beinen auch Leggins in Kombination mit Kleid oder Tunika
  • Kurz über dem Knie endende Kleider und Mäntel bei kleinen O-Typen; bei grossen ist eine Länge bis kurz über dem Knie optimal
  • Schnitte und Details, die die Vertikale unterstreichen
  • Locker gebundene Stoffgürtel, deren Enden lose nach unten hängen
  • Schuhe mit stabilen Absätzen, die den Körper optisch gut tragen und balancieren, nicht zu filigran und nicht zu klobig
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Unvorteilhaft

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  • Kleidungsstücke aus dünnen, elastischen Stoffen
  • Eng anliegende oder taillierte Kleidungsstücke
  • Oberteile mit hohem Ausschnitt, Rollkragen
  • Oberteile, die bis über die Oberschenkel hängen
  • zu kurze Oberteile (Bolero)
  • 3/4 Ärmel
  • Hosen, die nach unten enger werden (Karotten)
  • Hosen mit sehr hohem Bund oder Bundfalten
  • Sehr tief sitzende Hosen
  • Weite formlose Kleidungsstücke
  • Bundjacken, Blousons
  • Taillengürtel
  • Helle, grelle Farben und Muster
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